Ausstellungen

Während der Rosengartensaison finden im Besucher und Ausstellungszentrum wechselnde Ausstellungen mit regionalen, historischen und kulturellen Themen statt. Vor allem aber steht die Rose im Vordergrund.

Der Eintritt ist kostenfrei.

Zum jährlichen Saisonhöhepunkt der Rosengartenfesttage am letzten Juniwochenende beherbergt die Halle die traditionelle Schnittrosenschau. Jedes Jahr unter einem anderen Motto stehend, zeigen hier regionale Floristen faszinierende Kreationen rund um die Rose. Dann ist die 200 Quadratmeter große Ausstellungshalle mit durchschnittlich 2.000 bis 3.000 Rosen in rund 70 Rosensorten gestaltet.

Schnittrosenschau 2022 "Steampunk trifft auf Rose"

Die Schnittrosenschau zu den Rosengartenfesttagen vom 24. bis 26. Juni 2022 nimmt Bezug auf die Forster Steampunker und das Steamrose-Zeitreise Festival. Steampunks sind Zeitreisende aus der Zeit der Dampfmaschinen, modisch an viktorianischen Stil angelegt aber völlig frei in der Ausprägung. In der Schnittrosenschau treffen diese Zeitreisenden auf die Rose.

Die Bezüge sind damit doppelt vorhanden: Auf der großen Bildwand sehen Sie Forst als Industriestadt in der Zeit der Dampfmaschinen, das Bild wird geprägt von einer Vielzahl von Schornsteinen, es waren tatsächlich über 300 in der gesamten Stadt. Hinter diesen Schornsteinen stecken in der Regel Dampf-Maschinen (Dampf – englisch: „Steam“). Die Schornsteine werden zum Leitmotiv der Ausstellung, in verschiedenster Ausprägung: ganz filigran mittig vor der Hallenrückwand, hinten links mit Tonrohren nachgebildet mit Rauchwolken aus Rosen oder auch aus Knöterich-Stangen, die zu kräftigen Schloten zusammengebunden sind.

Die stolze Industriegeschichte liefert tatsächlich viele authentische Ausstellungsobjekte: Maschinenteile aus dem Bestand des Brandenburgischen Textilmuseums, Zahnräder, ganze Industriefenster (Leihgeber: Annett Dörl) oder vor der Rückwand eine Transmissionswelle eines Selfaktors, einer gewaltigen Textilmaschine, wie es sie in Forst sehr viele gab.

Diese industrielle Vergangenheit trifft hier nun auf den zweiten Bezug, die Rose, die Zeitreisenden hinten rechts in der Halle sind ganz verzückt: 3000 Rosen in 50 Sorten, eine beeindruckende Vielfalt aus Farbe und Duft. Die Ursprünge der „Rosengeschichte“ in Forst wurden 1913 begründet, mit der Rosen- und Gartenbauausstellung, aus der der Ostdeutsche Rosengarten hervorging.

Gestaltungselemente aus dem Rosengarten, aus der modernen Zeit, aber mit industriell metallischem Charme sind die großen Rosenbögen, die Sie auf dem Rundgang durch die Anlage ansonsten auch im Neuheitengarten vorfinden. In diese Rosenbögen wurden Ranken der Stacheldrahtrose aus dem Rosengarten eingeflochten, die den großen Raumbildnern eine filigrane Durchdringung bescheren. Neben den industriellen Bezügen finden sich Querverweise auf die „Mode“ der Zeitreisenden, hier floral aufgewertet in einer Form, die leider kaum in der Praxis zur Schau zu tragen geht.

Die Schnittrosenschau wird durch den Förderverein Ostdeutscher Rosengarten Forst (Lausitz) e. V. unterstützt. Die gestalterische Konzeption wurde durch die Meisterfloristinnen Diana Sonntag und Corina Krause entwickelt, ebenso die Federführung in der Umsetzung. Unterstützung erhielten die beiden Protagonistinnen durch Mitarbeiter des Betriebsamtes, des städtischen Eigenbetriebes Kultur, Tourismus, Marketing und durch ihre Familie Engwicht, die mit vereinten Kräften bei der Umsetzung zu Werke ging.

Die Exponate und Leihgaben stammen aus dem Bestand des Brandenburgischen Textilmuseums, aus der Forster Steampunk-Szene (hier vor allem Chris und Dirk Ruhbach genannt), von der Gärtnerei und Baumschule Engwicht, Inhaber Thomas Engwicht und Annett Dörl.

Allen Unterstützern der diesjährigen Schnittrosenschau sei ganz herzlich gedankt.

Impressionen vergangener Sammlungen