seit 1913Rosenträume an der Neiße
 

aktuelle Meldungen

13.11.2018
Brunnensanierungen im Ostdeutschen Rosengarten Forst (Lausitz) abgeschlossen

Der Ostdeutsche Rosengarten besitzt neben seinen besonderen gärtnerischen Sortimenten und Qualitäten auch einen hohen denkmalpflegerischen Wert.
Dieser resultiert unter anderem aus einer reichhaltigen Ausstattung mit baulichen Elementen aus allen Jahrzehnten seit seiner Gründung. Besonders relevant sind dabei die Brunnenschöpfungen aus der Gründerzeit des Gartens. Die meisten Kleinarchitekturen aus der Gründungszeit des Rosengartens wurden in den 1990er Jahren letztmalig saniert und waren in ihren Oberflächen stark angewittert und dringend sanierungsbedürftig.
In den vergangenen Jahren wurden beinahe jährlich kleinere Ausbesserungsarbeiten vorgenommen, die wesentlich zur Substanzerhaltung beigetragen haben. Für die dauerhafte Erhaltung bedurfte es jedoch einer tiefgründigeren Bearbeitung durch einen erfahrenen Restaurator.

BärchenbrunnenBärchenbrunnen im Wehrinselpark
© Stadt Forst (Lausitz)

In den vergangenen Jahren wurden beinahe jährlich kleinere Ausbesserungsarbeiten vorgenommen, die wesentlich zur Substanzerhaltung beigetragen haben. Für die dauerhafte Erhaltung bedurfte es jedoch einer tiefgründigeren Bearbeitung durch einen erfahrenen Restaurator.
Bei allen drei Brunnenanlagen wurden folgende Arbeiten durchgeführt:

  • Abbeizen der Farbschichten, Lösen der losen Farbanteile bis auf den tragfähigen Untergrund

  • Lose Materialanteile entfernen, Fehlstellen ergänzen, Risse Schließen

  • Brunnenkörper und Plastiken reinigen, Festigen der Oberflächen

  • Hydrophobieren ungeschützter Bauteile (beim Bärenbrunnen)

  • Beschichtung mit Silikonharzstreichputz einschl. Einlassgrundierung (Flora-Brunnen und Schlangenbrunnen)

Die drei sanierten Brunnenanlagen wurden im Original von dem Cottbuser Bildhauer Walter Adler geschaffen. Adler war hauptsächlich als Stukkateur in Cottbus tätig und dort zum Beispiel maßgeblich an der Innenraumgestaltung des heutigen Staatstheaters beteiligt. Er schuf zur „Rosen- und Gartenbauausstellung“ (RUGA) 1913 noch weitere Plastiken, von denen einige nicht mehr erhalten sind. Dazu gehören das „wassertragende Kind“ und die „Nymphe“.
Die heute noch vorhandene Deckelurne mit Festons auf einem Postament im Rosenhof sowie die Prunkamphore im Teschendorffgarten stammen ebenfalls aus der Werkstatt Adlers.

Die Sanierungsarbeiten an den Brunnenanlagen sind nun abgeschlossen.
Eine Zuwendung aus Lottomitteln des Landes Brandenburg in Höhe von 10.368,40 Euro EUR wurde gewährt. Knapp 2.000 Euro des Eigenanteils stammen aus Spendenmitteln. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 15.000 Euro.

(Autor: Stadtverwaltung Forst (Lausitz))